Apotheken in Bremen stellten 2013 mehr als 170.000 Rezepturarzneimittel her

Kunde: Apothekerkammer Bremen

Bremen, 22. Juli 2014. Im Jahr 2013 haben die öffentlichen Apotheken in Bremen mehr als 170.000 Rezepturen für Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hergestellt. Das ermittelte das Deutsche Arzneiprüfungsinstitut e.V. (DAPI) durch die Auswertung von Verordnungen. „Insgesamt dürfte die Zahl sogar noch deutlich höher liegen, weil Rezepturen für Privatversicherte oder auf direkte Nachfrage gar nicht erfasst werden. Das zeigt: Rezepturarzneimittel sind und bleiben eine notwendige Ergänzung zu industriell hergestellten Arzneimitteln“, sagt Dr. Richard Klämbt, Präsident der Apothekerkammer Bremen. „Rezepturarzneimittel sind in vielen Fällen unersetzlich, zum Beispiel, wenn ein Kind ein Medikament in einer Dosis braucht, für die es kein industrielles Arzneimittel gibt.“

Der Großteil der 173.461 maßgefertigten Medikamente für gesetzlich Versicherte entfiel 2013 auf sogenannte „allgemeine Rezepturen“ (106.161 Mio.) wie Kapseln oder Salben. Diese kann jede Apotheke herstellen. Davon abgegrenzt werden sogenannte Spezialrezepturen, beispielsweise für die Heroinersatz- oder Krebstherapie sowie die parenterale Ernährung. Auch bei den Spezialrezepturen ist davon auszugehen, dass die Zahl der tatsächlich hergestellten Mittel über den erfassten Werten liegt.

Die Anforderungen an die Herstellung von Rezepturarzneimitteln sind in den letzten Jahren gestiegen. So ist seit 2012 unter anderem vorgeschrieben, dass der Apotheker bei jeder einzelnen Rezeptur die Plausibilität der Verordnung überprüfen und dokumentieren muss.
Weitere Informationen unter: www.ak-bremen.de

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