Erkältungswelle in Bremen

Kunde: Apothekerkammer Bremen

Husten, Schnupfen, Fieber – die Apothekerkammer gibt Tipps

Bremen, 16. Februar 2014 – Der Wechsel zwischen Minusgraden und Temperaturen um die 5 Grad plus sorgen momentan vermehrt für Erkältungen oder grippale Infekte im Bremer Raum. Dabei sind nicht nur Erwachsene betroffen, auch viele Kinder und Jugendliche haben Husten, Schnupfen und Fieber. „Viel trinken und ein paar Tage Bettruhe sind natürlich immer noch am besten, um den Infekt am schnellsten auszukurieren“, erläutert Dr. Isabel Justus, Geschäftsführerin der Apothekerkammer Bremen. Doch schleppen sich viele Arbeitnehmer trotzdem verschnupft und mit Reizhusten zum Job, und Kinder werden ebenfalls zum Kindergarten oder in die Schule geschickt. „Wer schnell wieder fit sein muss und keine Möglichkeit hat, lange zu Hause zu bleiben, kann auf Hausmittel zurückgreifen oder sich in der Apotheke mit dementsprechenden Mitteln versorgen“, so Justus.

Winterzeit ist Erkältungszeit – in den letzten Wochen gibt es kaum jemanden, der nicht im direkten Umfeld mit Husten, Schnupfen, Abgeschlagenheit und Fieber zu tun hat. In den meisten Fällen handelt es sich „nur“ um einen starken grippalen Infekt mit hartnäckigem Husten. „Die ,echte‘ Grippe ist laut Zahlen des Robert Koch Instituts in Bremen nur leicht erhöht“, beruhigt Justus. Der grippale Infekt gehört zu den häufigsten Erkrankungen im Kindesalter. Er kann das Wohlbefinden zwar stark beeinträchtigen, ist allerdings meist harmlos und nach einigen Tagen wieder vorbei. Dennoch können Eltern etwas tun, damit ihr Nachwuchs schnell wieder auf dem Damm ist. In erster Linie gilt: Ist das Kind zu krank, sollte es zu Hause bleiben – gerade bei Fieber und extremer Schlappheit.

Grundsätzlich ist es in Ordnung, ein Kind etwas fiebern zu lassen, insbesondere, wenn es sich trotzdem gut fühlt. Sollte das Fieber über 39 Grad steigen, sollten Eltern vor allem für die Nacht senkende Mittel geben. Bei Babys eignet sich dazu Paracetamol, ab sechs Monaten ist auch Ibuprofen erlaubt – am besten in Saftform mit zwei Prozent. Leidet der Nachwuchs auch unter Schnupfen und Husten, gibt es ebenfalls ausreichende Arzneien in der Apotheke, wobei die Mitarbeiter gerne beratend zur Seite stehen.

Betroffene Erwachsene können ebenfalls auf Paracetamol oder Ibuprofen zurückgreifen, um Fieber zu senken und Schmerzen zu lindern. Husten ist individuell behandelbar: Bei Reizhusten wirkt beispielsweise Tee mit Eibisch gut. Eibisch gibt es auch in Form von Saft oder Lutschtabletten. Ebenfalls hilfreich ist auch der Wirkstoff Dextromethorphan, in vielen rezeptfreien Erkältungs- und Hustenmitteln enthalten. In schlimmen Fällen kann der Hausarzt Codein verschreiben.

Bei fest sitzendem Husten wirken Acetylcystein oder Ambroxol als Saft, Kapseln oder Tropfen. Homöopathische Mittel wie Globuli können in der Apotheke individuell erfragt werden. Je nach Symptom – trockener oder lockerer Husten, verstopfte Nase oder Fließschnupfen – gibt es unterschiedliche Präparate.

Grippe-Impfung

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt folgenden Personen, sich jährlich gegen Influenza impfen zu lassen: Personen über 60 Jahre, alle Schwangeren ab dem 2. Trimenon, bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens auch schon ab dem 1. Trimenon. Außerdem Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens, wie chronische Krankheiten der Atmungsorgane, chronische Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenkrankheiten, Diabetes und andere Stoffwechselkrankheiten sowie chronische neurologische Krankheiten. Personen mit angeborener oder erworbener Immundefizienz, mit HIV-Infektion, Bewohner von Alters- oder Pflegeheimen, Personen mit erhöhter Gefährdung (medizinisches Personal), in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr sowie Personen, die als mögliche Infektionsquelle für von ihnen betreute Risikopersonen fungieren können. Auch Personen mit erhöhter Gefährdung durch direkten Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln wird eine Impfung angeraten.

Die Impfung erfolgt jährlich, Kinder und Jugendliche im Alter von zwei bis einschließlich 17 Jahren können mit inaktiviertem Impfstoff oder mit einem attenuierten Influenza-Lebendimpfstoff geimpft werden, sofern keine Kontraindikation besteht. Bei Kindern im Alter von zwei bis einschließlich sechs Jahren sollte LAIV bevorzugt angewendet werden. Die Stammzusammensetzung der Grippe-Impfstoffe wird jedes Jahr an die aktuelle epidemiologische Situation angepasst, weil sich die Eigenschaften der zirkulierenden Influenzaviren verändern. Die genaue Zusammensetzung wird von der Weltgesundheitsorganisation festgelegt. In diesem Jahr ist eine Impfung aufgrund einer Veränderung des aktuell kursierenden Virus nicht so effektiv wie in den vergangenen Jahren. „Dennoch ist es sinnvoll, sich impfen zu lassen“, gibt die Geschäftsführerin zu bedenken. Wichtig: Eine Grippeimpfung wirkt nicht gegen Erkältungen und grippalen Infekt!

Vorbeugen und schützen

Um das Immunsystem zu stärken und gegen zukünftige Infekte zu schützen, hilft es, sich trotz kalter Witterung ausreichend an der frischen Luft zu bewegen. Obst und Gemüse sind als Vitaminlieferanten ebenfalls wichtig. Besonders Vitamin C, beispielsweise in Zitrusfrüchten, unterstützt die Abwehrkräfte. Vitamin A – unter anderem in Milchprodukten – ist gut für die Schleimhäute. Ausreichendes Trinken unterstützt die Schleimhäute zusätzlich, da trockene Heizungsluft dem Körper Flüssigkeit entzieht. Um sich nicht anzustecken, sollten regelmäßig die Hände gewaschen und Abstand zu erkrankten Personen gehalten werden.

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