Fast 160.000 Rezepturen hergestellt

Kunde: Apothekerkammer Bremen

Nachfrage nach maßgefertigten Mitteln steigt

Bremen, 10. April 2015 – Im Jahr 2014 haben die öffentlichen Apotheken in Bremen und Bremerhaven 158.824 Rezepturen für Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hergestellt. Das ermittelte das Deutsche Arzneiprüfungsinstitut e.V. (DAPI) durch die Auswertung von Verordnungen. „Insgesamt dürfte die Zahl sogar noch deutlich höher liegen, weil Rezepturen für Privatversicherte oder auf direkte Nachfrage gar nicht erfasst werden. Das zeigt: Rezepturarzneimittel sind und bleiben eine notwendige Ergänzung zu industriell hergestellten Arzneimitteln“, bekräftigt Klaus Scholz, Vize-Präsident der Apothekerkammer Bremen.

„Rezepturarzneimittel sind in vielen Fällen unersetzlich, zum Beispiel wenn ein Kind ein Medikament in einer Dosis braucht, für die es kein industriell hergestelltes Arzneimittel gibt“, so Scholz. Der Großteil der maßgefertigten Medikamente für gesetzlich Versicherte entfiel 2014 auf sogenannte allgemeine Rezepturen (97.904), beispielsweise Kapseln und Salben. Jede Apotheke kann solche allgemeinen Rezepturen herstellen. Davon abgegrenzt werden so genannte Spezialrezepturen, zum Beispiel für Krebstherapie sowie die parenterale Ernährung (unter Umgehung des Darms).

Auch bei den Spezialrezepturen ist davon auszugehen, dass die Zahl der tatsächlich hergestellten Rezepturen über den erfassten Werten liegt. In den beiden Zytostatika-herstellenden öffentlichen Apotheken sind 12.958 Rezepturen angefertigt worden. Die Anforderungen an die Herstellung von Rezepturarzneimitteln sind in den letzten Jahren gestiegen. So ist seit 2012 unter anderem vorgeschrieben, dass der Apotheker bei jeder einzelnen Rezeptur die Plausibilität der Verordnung überprüfen und dokumentieren muss.

Weitere Informationen unter: www.ak-bremen.de

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