161.500 Rezepturarzneimittel in 2015 hergestellt

Kunde: Apothekerkammer Bremen

Bremer Apotheken ergänzen industriell hergestellte Medikamente

Bremen, 11. April 2016 – Im vergangenen Jahr haben die 152 öffentlichen Apotheken in Bremen rund 161.500 Rezepturen für Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hergestellt. Das ergab eine Auswertung von Verordnungen durch das Deutsche Arzneiprüfungsinstitut e.V. (DAPI). „Insgesamt liegt die Zahl noch deutlich höher, weil Rezepturen für Privatversicherte oder auf direkte Nachfrage des Patienten gar nicht erfasst werden. Das zeigt: Rezepturarzneimittel sind und bleiben eine notwendige Ergänzung zu industriell hergestellten Arzneimitteln“, äußert Dr. Richard Klämbt, Präsident der Apothekerkammer Bremen.

„Rezepturarzneimittel sind in vielen Fällen unersetzlich, zum Beispiel, wenn ein Kind ein Medikament in einer Dosis braucht, für die es kein industriell hergestelltes Arzneimittel gibt,“ so Klämbt. Der Großteil der maßgefertigten Medikamente für gesetzlich Versicherte entfiel 2015 auf sogenannte „allgemeine Rezepturen“ (104.558 Arzneimittel), beispielsweise Kapseln oder Salben. Jede Apotheke kann solche allgemeinen Rezepturen herstellen. Davon abgegrenzt werden sogenannte Spezialrezepturen, beispielsweise für die Heroinersatz- oder Krebstherapie sowie die künstliche Ernährung (Ernährung unter Umgehung des Darms). Mit der Herstellung von Rezepturen leisten die Bremischen Apotheken einen wichtigen Beitrag zur Überbrückung von Versorgungslücken bei Fertigarzneimitteln. Vergütet werden der Einkauf der Grundstoffe und die Herstellung des Medikamentes. Anders als bei Fertigarzneimitteln gibt es aber keine Gebühr für Beratung und Abgabe der individuellen Arznei. Dazu Klämbt: „Das ist nicht nachvollziehbar, weil gerade Rezepturarzneimittel oft eine besonders intensive Beratung erfordern. Deswegen fordern wir ein, dass Rezepturen hinsichtlich des Beratungsaufwandes den Fertigarzneimitteln gleichgestellt werden.“

Weitere Informationen unter: www.ak-bremen.de

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