Verdient Mutter Teresa die Heiligsprechung?

Kunde: MusketierVerlag

Norddeutscher Autor über die Scheinheiligkeit und Doppelmoral der katholischen Kirche

Bremen, 19. August 2016 – „Engel der Armen“ – so wird Mutter Teresa von vielen Gläubigen genannt. Und ihre Heiligsprechung am 4. September wird weiterhin dafür sorgen, dass die kleine Nonne für alle Zeit als weltweites Symbol der Nächstenliebe steht. Doch hat die 1997 gestorbene Ordensfrau diese Auszeichnung überhaupt verdient? Nicht ohne Grund wird die angedachte Heiligsprechung kritisiert. Peter Sasse liefert mit seinem Erstlingswerk „Die Angst vor der Frohen Botschaft“ die schonungslose Wahrheit über das beschönigte Vorzeigeobjekt des Vatikans und bietet einen noch nie gewagten Einblick hinter die Kulissen und Propagandamaschinerie der Institution Kirche.

Studien und Dokumentationen, auch von Mutter Teresa selbst, zeigen, dass die hochgejubelte Friedensnobelpreisträgerin aus Kalkutta weniger im Sinn hatte, Menschen aus ihrem Elend zu retten: Zwar setzte sie sich für Straßenkinder ein und sorgte dafür, dass Hungernde etwas zu Essen bekamen. Ihr Hauptziel war allerdings die Missionierung zum katholischen Glauben, größtenteils über den Leidensweg. Durch die wirksame Öffentlichkeitsarbeit des Vatikans ließen sich Millionen dazu hinreißen, Geld zu spenden, das allerdings nie für Medikamente oder notwendige Ausstattung für ihr Sterbehaus ausgegeben wurde – es lag und liegt auch nach ihrem Tod noch ungenutzt auf der Vatikanbank, und die Zustände in den Einrichtungen des Ordens waren katastrophal. Trotz zahlreicher Möbelspenden lagen die Kranken auf einfachen Pritschen. Hygiene war ebenfalls ein Fremdwort: Spritzen mussten unsterilisiert weiterverwendet und wichtige Medikamente durften nicht verabreicht werden. „Mutter Teresa zelebrierte Schmerzen und Leid als Kuss von Jesus, unterstütze eine Vernachlässigung sowie Misshandlung der Kranken und wurde vom Vatikan als dringend gesuchtes weibliches Aushängeschild gefeiert“, so Autor Peter Sasse, der sich intensiv mit den Machenschaften der Nonne und anderen Schwindeleien des Vatikans auseinandergesetzt hat. Unter Berufung auf den Bestseller-Autor Christopher Hitchens und weitere Experten, deckt er Unwahrheiten über Mutter Teresa und andere Helden der katholischen Kirche – teilweise provokativ – auf und hinterfragt aktiv nicht nur die anstehende Heiligsprechung.

In seinem Sachbuch setzt er sich kritisch mit der katholischen Kirche auseinander. Es geht um Jesus-Mythen und die Widersprüchlichkeit der Glaubenslehre, Frauendiskriminierung, sexualisierte Gewalt, das Problem der Kirche mit der Sexualität der Frau, das schändliche Verhalten der Kleriker und Völkermorde. Sasse will aber weder Leser gegen die katholische Kirche aufhetzen noch Christen ihren Glauben absprechen. Vielmehr ist es dem Autor ein Anliegen, aufzuklären und anzuregen, bisher einfach so Hingenommenes zu hinterfragen und sich mit der Institution sowie der Geschichte der katholischen Kirche einmal genauer auseinanderzusetzen. Bereits in einem katholischen Elternhaus aufgewachsen, kam Sasse früh mit der Glaubensgeschichte in Berührung. Und schon in jungen Jahren erstaunte ihn besonders die negative Position der Frau. Schließlich bekam er das Angebot, eine Musikschule an einer katholischen Privatschule aufzubauen. Während seiner zehnjährigen Lehrtätigkeit im bischöflichen Dienst fielen ihm ebenfalls moralisch nicht akzeptierbare Verhaltensweisen der Amtskirche sowie ihrer Vertreter auf. Dies und viele weitere eher negative Erfahrungen motivierten ihn schließlich dazu, sich seit rund 25 Jahren mit dem Thema Klerus, Kirche und Glaubensgeschichte zu beschäftigen. So entstand ein faszinierendes Werk, in das er bisher vernachlässigte biblische Inhalte, neu-zugängliche kirchliche Dokumente und viele Zeitzeugnisse mit Quellenangaben zu leicht verständlichem, theologischem Wissen zusammenfasst.

Der Bremer MusketierVerlag veröffentlichte im Frühjahr 2016 das fundierte Aufklärungsbuch, mit dem Sasse theologisch und kirchenhistorisch interessierte Menschen anspricht, „die den Mut haben, einmal außerhalb schulischen Religionsunterrichtes oder sonntäglichen stark gefilterter Lesungen etwas Grundlegendes über den christlichen Glauben und seiner meist unbekannten Inhalte zu erfahren“.

Das Buch ist im MusketierVerlag, Brautstraße 1-2, 28199 Bremen, erschienen.

Weitere Informationen unter: www.musketier-verlag.de

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Intensive Beratung bei Einnahme von Medikamenten

Kunde: Apothekerkammer Bremen

Apotheken in Bremen gaben 2015 rund 1.685.851 Arzneimittel ab

Bremen, 18. August 2016 – Es kommt bei Medikamenten nicht nur auf den Wirkstoff, sondern auch auf die Darreichungsform an, da die richtige Anwendung oftmals erklärungsbedürftig ist. Im Jahr 2015 gaben die Apotheken in Bremen rund 1.685.851 Arzneimittel ab, die – unabhängig vom Wirkstoff – allein aufgrund ihrer Darreichungsform besonders beratungsintensiv waren. Das waren rund 32,3 Prozent aller abgegebenen Arzneimittel. Dies ermittelte das Deutsche Arzneiprüfungsinstitut e.V. (DAPI) mit Rezeptdaten von Versicherten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für das vergangene Jahr.

Die 151 öffentlichen Apotheken in Bremen gaben 2015 insgesamt rund 5.219.377 Packungen Fertigarzneimittel zu Lasten der GKV in Einzelverordnungen ab. Davon waren rund 1.685.851 allein aufgrund der Darreichungsform besonders beratungsbedürftig. Im Vergleich zum Jahr 2014 nahm die Zahl aller Packungen um 1,5 Prozent und die der beratungsbedürftigen Darreichungsformen um etwa 0,8 Prozent zu. Nicht erfasst wurde die Abgabe von nicht rezeptpflichtigen Arzneimitteln und an Privatversicherte.

„Viele Medikamente sind komplizierter anzuwenden als allgemein angenommen. Eine Tablette unzerkaut zu schlucken, ist vergleichsweise einfach. Schwieriger ist es, sich selbst Insulin zu spritzen oder mit einem Pulverinhalator richtig zu inhalieren“, sagt Klaus Scholz, Vizepräsident der Apothekerkammer. Werden Arzneimittel falsch angewendet, bemerken Patienten dies selbst meist nicht. Fehlanwendungen können aber die Wirksamkeit eines Präparats verändern oder zu unerwünschten Wirkungen führen. Scholz: „Jeder Patient sollte sich in der Apotheke die richtige Anwendung seiner Medikamente zeigen oder erklären lassen.“

Der größte Anteil der beratungsintensiven Darreichungsformen entfiel auf diejenigen, die ohne spezielle Rücksprache nicht geteilt werden dürfen (683.519 Packungen). „Apotheker beraten zur Teilbarkeit, weil wir aus Studien wissen, dass Patienten rund ein Viertel aller Tabletten vor der Einnahme teilen“, so der Vizepräsident. Auf Platz zwei und drei der beratungsbedürftigen Darreichungsformen folgten Medikamente zur Injektion bzw. Infusion (231.605 Packungen) und Medikamente zur Inhalation (203.497 Packungen). Weitere erfasste Darreichungsformen waren Mittel zur Anwendung am Auge, in der Nase, in der Vagina oder im After. Apotheker erklären auch die Zubereitung von Medikamenten wie Trockensäften oder beraten zur korrekten Anwendung von festen Darreichungsformen, die nicht einfach geschluckt werden können. Ein Beispiel für diese Arzneiformen sind Buccaltabletten, die sich langsam in der Mundhöhle auflösen sollen.

Weitere Informationen unter: www.ak-bremen.de

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