Christlicher Glaube auf dem Prüfstand

Kunde: MusketierVerlag

„Die Angst vor der Frohen Botschaft“ – eine kritische Auseinandersetzung

Bremen, 30. September 2016 – Ist zum Glauben eine Kirche nötig? Und sollte man alles so hinnehmen, was der Klerus seit Jahrhunderten predigt? Nein, findet Autor Peter Sasse. Er selbst ist in einer katholischen Familie großgeworden und war lange Zeit auch beruflich mit der Institution verbunden. Doch was passiert, wenn man bisher Geglaubtes hinterfragt und sich mit der Geschichte dieser Religion auseinandersetzt? Fundiert, kritisch und teilweise schonungslos gibt der Schiffdorfer mit seinem Erstlingswerk einen etwas anderen Einblick in die katholische Kirche.

Interessant und spannend, aber auch erschreckend und gruselig – das sind die Inhalte, mit denen sich Peter Sasse in seinem Buch „Die Angst vor der Frohen Botschaft“ befasst. Es geht um Jesus-Mythen und die Widersprüchlichkeit der Glaubenslehre, Frauendiskriminierung, sexualisierte Gewalt, das Problem der Kirche mit der Sexualität der Frau, das schändliche Verhalten der Kleriker und Völkermorde. Dabei beleuchtet Sasse sowohl das Alte als auch das Neue Testament mit all seinen Facetten – auch mit der Annahme, Mutter Teresa sei eine barmherzige Frau gewesen. Immer wieder wurden kirchliche Vertreter trotz zweifelhaftem Handelns heiliggesprochen – „Der Todesengel von Kalkutta“ soll folgte jetzt im September. Sasse will aber weder Leser gegen die katholische Kirche aufhetzen noch Christen ihren Glauben absprechen. Vielmehr ist es dem Autor ein Anliegen, aufzuklären und anzuregen, bisher einfach so Hingenommenes zu hinterfragen und sich mit der Institution sowie der Geschichte der katholischen Kirche einmal genauer auseinanderzusetzen.

Selber in einem katholischen Elternhaus aufgewachsen, kam der in Schiffdorf lebende Sasse früh mit der Glaubensgeschichte in Berührung. Und schon in jungen Jahren erstaunte ihn besonders die negative Position der Frau. Schließlich bekam er das Angebot, eine Musikschule an einer katholischen Privatschule aufzubauen. Während seiner zehnjährigen Lehrtätigkeit im bischöflichen Dienst fielen ihm ebenfalls moralisch nicht akzeptierbare Verhaltensweisen der Amtskirche sowie ihrer Vertreter auf. Dies und viele weitere eher negative Erfahrungen motivierten ihn schließlich dazu, sich seit rund 25 Jahren mit dem Thema Klerus, Kirche und Glaubensgeschichte zu beschäftigen. So entstand ein faszinierendes Werk, in das er bisher vernachlässigte biblische Inhalte, neu-zugängliche kirchliche Dokumente und viele Zeitzeugnisse mit Quellenangaben zu leicht verständlichem, theologischem Wissen zusammenfasst. „Ich möchte mit diesem Buch theologisch und kirchenhistorisch interessierte Laien ansprechen, die den Mut haben, einmal außerhalb schulischen Religionsunterrichtes oder sonntäglich stark gefilterter Lesungen etwas Grundlegendes über den christlichen Glauben und seiner meist unbekannten Inhalte zu erfahren“, so der Autor.

Das Buch ist im Frühjahr 2016 im MusketierVerlag, Brautstraße 1-2, 28199 Bremen, erschienen.

Weitere Informationen unter: www.musketier-verlag.de

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Tag der Patientensicherheit am 17. September

Kunde: Apothekerkammer Bremen

AMTS- und ATHINA-Apotheken stehen für Optimierung des Medikationsprozesses

Bremen, 15. September 2016 – Zum „Internationalen Tag der Patientensicherheit“ am kommenden Sonnabend, 17. September, erklären die Spitzenvertreter der Apothekerkammern Bremen, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Nordrhein, Hessen und Westfalen-Lippe: „Apothekerinnen und Apotheker tragen als Lotsen zwischen den Patientinnen und Patienten sowie den Ärztinnen und Ärzten bereits heute entscheidend zu einer Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) und der Therapietreue bei.“ In den sechs Kammerbezirken haben darüber hinaus gut 2.000 Apotheker/innen spezielle Fortbildungen durchlaufen, um ein Medikationsmanagement in der Apotheke auf besonders hohem Niveau umsetzen zu können.

Aktuelle Studien zeigen, dass nur etwas mehr als 50 Prozent der verordneten Medikamente sachgemäß und regelmäßig eingenommen werden. Patienten mit hoher Therapietreue werden schneller gesund bzw. seltener ins Krankenhaus überwiesen. „Dafür brauchen wir zum einen besonders gut ausgebildete Apothekerinnen und Apotheker. Zum anderen ist ein enges Miteinander mit den Ärztinnen und Ärzten sowie den Patientinnen und Patienten unerlässlich“, weiß Lutz Engelen, Präsident der Apothekerkammer Nordrhein, die das Projekt ATHINA (Arzneimitteltherapiesicherheit in Apotheken) angestoßen hat. „Vollständige und aktuelle Informationen über die verordnete Medikation sind eine Grundvoraussetzung für eine sichere und optimale Therapie. Vor dem Aushändigen des Medikationsplanes ist daher eine Medikationsanalyse wünschenswert“, ergänzt Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe, in der Apotheker/innen seit 2012 das Programm „Apo-AMTS“ durchlaufen können. Aus ihrer Sicht müssen öffentliche Apotheken eine Schlüsselrolle bei der Erstellung und regelmäßigen Aktualisierung des Medikationsplans spielen, auf den Patienten – sofern sie mindestens drei Arzneimittel regelmäßig einnehmen – ab dem 1. Oktober einen gesetzlichen Anspruch haben werden.

AMTS als Einhalten von Beratungsstandards

Das Kürzel „AMTS“ steht für Arzneimitteltherapiesicherheit. „AMTS ist als ein Gesamtprozess zu verstehen, der die sichere Anwendung von Arzneimitteln, die Begleitung der Therapie und die Vermeidung von Wechsel- sowie Nebenwirkungen umfasst“, erläutert Dr. Richard Klämbt, Präsident der Apothekerkammer Bremen. Dieser werde durch zahlreiche Beteiligte und Strukturen beeinflusst, ergänzt Klämbt: „Dabei kann Vieles schieflaufen: Vom Medikationsfehler bei der Verordnung bis zur falschen Anwendung durch den Patienten.“ AMTS in der öffentlichen Apotheke bedeutet generell das Einhalten von Beratungsstandards bei der Abgabe bestimmter Arzneimittel. Ein Beispiel: Bei der Abgabe eines Rheumamittels mit Methotrexat ist der Hinweis auf die einmal wöchentliche Einnahme sehr wichtig. „Eine versehentliche tägliche Anwendung, beispielsweise durch eine Verwechslung mit anderen Arzneimitteln, kann zu schweren unerwünschten Wirkungen wie Knochenmarksschädigungen führen“, warnt Präsident Dr. Richard Klämbt.

Bei Patienten, die viele Arzneimittel einnehmen, bieten Apotheker/innen eine Medikationsanalyse in der Regel mit einem sogenannten Brown-Bag-Review an. Hierbei bringt der Patient seine kompletten Medikamente in einer Tüte mit in die Apotheke. Die Apothekerin oder der Apotheker sieht die Medikamente durch, überprüft Verfalldaten, Doppelverordnungen, Dosierungen, Einnahme/Anwendung und Interaktionen und bespricht die Ergebnisse mit dem Patienten. Wenn nötig, wird Kontakt mit dem Arzt aufgenommen. Diese umfassende Dienstleistung übersteigt zeitlich und fachlich eine normale Beratung bei der Abgabe eines Arzneimittels und ist daher mit Kosten für den Patienten verbunden.

Zahlen – Definitionen – Fakten

Schulungsangebote in den sechs Kammern: Das Fortbildungskonzept „Apo-AMTS“ wird seit Oktober 2012 von der Apothekerkammer Westfalen-Lippe und der Universität Münster angeboten. Das Fortbildungskonzept „ATHINA“ wurde von der Apothekerkammer Nordrhein entwickelt und wird inzwischen auch in Baden-Württemberg, Bremen, Hessen und Niedersachsen eingesetzt. In den genannten Bundesländern gibt es (zum Stichtag 30. Juni 2016) 10.504 Apotheken. Alle Apotheken beraten und informieren zu AMTS: Ergänzt wird dieses Angebot durch von den Kammern besonders geschulte AMTS-Experten. Sie finden sich durchschnittlich in jeder neunten bis zehnten Apotheke, Tendenz stark steigend.

Was sind Medikationsanalyse und Medikationsmanagement?

Eine Medikationsanalyse ist eine strukturierte Überprüfung aller Medikamente eines Patienten, die dieser aktuell einnimmt. Sie umfasst zwei Gesprächstermine, bei denen zunächst alle wichtigen Informationen zur Arzneimitteltherapie gesammelt werden. Arzneimittelbezogene Probleme werden dokumentiert, zusammen mit Arzt und Patient gelöst und Maßnahmen dazu in einem Abschlussgespräch vereinbart. Ziele sind die Erhöhung der Effektivität der Arzneimitteltherapie und die Minimierung von Arzneimittelrisiken. Von Medikationsmanagement sprechen Apotheker/innen, wenn diese erste Analyse in eine kontinuierliche Betreuung des Patienten durch ein Team von Ärzten, Apothekern und eventuell Pflegern übergeht.

Weitere Informationen unter: www.ak-bremen.de

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