Erkältungswelle in Bremen

Kunde: Apothekerkammer Bremen

Husten, Schnupfen, Fieber – die Apothekerkammer gibt Tipps

Bremen, 16. Februar 2014 – Der Wechsel zwischen Minusgraden und Temperaturen um die 5 Grad plus sorgen momentan vermehrt für Erkältungen oder grippale Infekte im Bremer Raum. Dabei sind nicht nur Erwachsene betroffen, auch viele Kinder und Jugendliche haben Husten, Schnupfen und Fieber. „Viel trinken und ein paar Tage Bettruhe sind natürlich immer noch am besten, um den Infekt am schnellsten auszukurieren“, erläutert Dr. Isabel Justus, Geschäftsführerin der Apothekerkammer Bremen. Doch schleppen sich viele Arbeitnehmer trotzdem verschnupft und mit Reizhusten zum Job, und Kinder werden ebenfalls zum Kindergarten oder in die Schule geschickt. „Wer schnell wieder fit sein muss und keine Möglichkeit hat, lange zu Hause zu bleiben, kann auf Hausmittel zurückgreifen oder sich in der Apotheke mit dementsprechenden Mitteln versorgen“, so Justus.

Winterzeit ist Erkältungszeit – in den letzten Wochen gibt es kaum jemanden, der nicht im direkten Umfeld mit Husten, Schnupfen, Abgeschlagenheit und Fieber zu tun hat. In den meisten Fällen handelt es sich „nur“ um einen starken grippalen Infekt mit hartnäckigem Husten. „Die ,echte‘ Grippe ist laut Zahlen des Robert Koch Instituts in Bremen nur leicht erhöht“, beruhigt Justus. Der grippale Infekt gehört zu den häufigsten Erkrankungen im Kindesalter. Er kann das Wohlbefinden zwar stark beeinträchtigen, ist allerdings meist harmlos und nach einigen Tagen wieder vorbei. Dennoch können Eltern etwas tun, damit ihr Nachwuchs schnell wieder auf dem Damm ist. In erster Linie gilt: Ist das Kind zu krank, sollte es zu Hause bleiben – gerade bei Fieber und extremer Schlappheit.

Grundsätzlich ist es in Ordnung, ein Kind etwas fiebern zu lassen, insbesondere, wenn es sich trotzdem gut fühlt. Sollte das Fieber über 39 Grad steigen, sollten Eltern vor allem für die Nacht senkende Mittel geben. Bei Babys eignet sich dazu Paracetamol, ab sechs Monaten ist auch Ibuprofen erlaubt – am besten in Saftform mit zwei Prozent. Leidet der Nachwuchs auch unter Schnupfen und Husten, gibt es ebenfalls ausreichende Arzneien in der Apotheke, wobei die Mitarbeiter gerne beratend zur Seite stehen.

Betroffene Erwachsene können ebenfalls auf Paracetamol oder Ibuprofen zurückgreifen, um Fieber zu senken und Schmerzen zu lindern. Husten ist individuell behandelbar: Bei Reizhusten wirkt beispielsweise Tee mit Eibisch gut. Eibisch gibt es auch in Form von Saft oder Lutschtabletten. Ebenfalls hilfreich ist auch der Wirkstoff Dextromethorphan, in vielen rezeptfreien Erkältungs- und Hustenmitteln enthalten. In schlimmen Fällen kann der Hausarzt Codein verschreiben.

Bei fest sitzendem Husten wirken Acetylcystein oder Ambroxol als Saft, Kapseln oder Tropfen. Homöopathische Mittel wie Globuli können in der Apotheke individuell erfragt werden. Je nach Symptom – trockener oder lockerer Husten, verstopfte Nase oder Fließschnupfen – gibt es unterschiedliche Präparate.

Grippe-Impfung

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt folgenden Personen, sich jährlich gegen Influenza impfen zu lassen: Personen über 60 Jahre, alle Schwangeren ab dem 2. Trimenon, bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens auch schon ab dem 1. Trimenon. Außerdem Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens, wie chronische Krankheiten der Atmungsorgane, chronische Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenkrankheiten, Diabetes und andere Stoffwechselkrankheiten sowie chronische neurologische Krankheiten. Personen mit angeborener oder erworbener Immundefizienz, mit HIV-Infektion, Bewohner von Alters- oder Pflegeheimen, Personen mit erhöhter Gefährdung (medizinisches Personal), in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr sowie Personen, die als mögliche Infektionsquelle für von ihnen betreute Risikopersonen fungieren können. Auch Personen mit erhöhter Gefährdung durch direkten Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln wird eine Impfung angeraten.

Die Impfung erfolgt jährlich, Kinder und Jugendliche im Alter von zwei bis einschließlich 17 Jahren können mit inaktiviertem Impfstoff oder mit einem attenuierten Influenza-Lebendimpfstoff geimpft werden, sofern keine Kontraindikation besteht. Bei Kindern im Alter von zwei bis einschließlich sechs Jahren sollte LAIV bevorzugt angewendet werden. Die Stammzusammensetzung der Grippe-Impfstoffe wird jedes Jahr an die aktuelle epidemiologische Situation angepasst, weil sich die Eigenschaften der zirkulierenden Influenzaviren verändern. Die genaue Zusammensetzung wird von der Weltgesundheitsorganisation festgelegt. In diesem Jahr ist eine Impfung aufgrund einer Veränderung des aktuell kursierenden Virus nicht so effektiv wie in den vergangenen Jahren. „Dennoch ist es sinnvoll, sich impfen zu lassen“, gibt die Geschäftsführerin zu bedenken. Wichtig: Eine Grippeimpfung wirkt nicht gegen Erkältungen und grippalen Infekt!

Vorbeugen und schützen

Um das Immunsystem zu stärken und gegen zukünftige Infekte zu schützen, hilft es, sich trotz kalter Witterung ausreichend an der frischen Luft zu bewegen. Obst und Gemüse sind als Vitaminlieferanten ebenfalls wichtig. Besonders Vitamin C, beispielsweise in Zitrusfrüchten, unterstützt die Abwehrkräfte. Vitamin A – unter anderem in Milchprodukten – ist gut für die Schleimhäute. Ausreichendes Trinken unterstützt die Schleimhäute zusätzlich, da trockene Heizungsluft dem Körper Flüssigkeit entzieht. Um sich nicht anzustecken, sollten regelmäßig die Hände gewaschen und Abstand zu erkrankten Personen gehalten werden.

Downloads
Pressemitteilung: DOC/PDF

„Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker“

Kunde: Apothekerkammer Bremen

Projekt der Bremer Hausärzte und Apotheken zur Verbesserung der Therapiesicherheit gestartet

Bremen, 20. Januar 2015 – Der demographische Wandel führt zu zahlreichen Veränderungen, vor allem im Gesundheitswesen. 27 Prozent der über 70-Jährigen nehmen fünf oder mehr Arzneimittel ein. Polypharmazie überfordert oftmals nicht nur die Patienten, auch Arzt und Apotheker stehen vor enormen Herausforderungen. 20 bis 25 Prozent der Krankenhauseinweisungen resultieren aufgrund von Arzneimittelbezogenen Problemen wie Arzneimittelinteraktionen und Nebenwirkungen. Dr. Günther Egidi, Hausarzt in Bremen, und Klaus Scholz, Vize-Präsident der Apothekerkammer Bremen, wollen deshalb beide Berufsgruppen näher zusammen bringen – denn Kommunikation ist das A und O der Therapiesicherheit.

Am 14. Januar 2015 trafen sich Hausärzte und Apotheker im Fortbildungszentrum der Ärztekammer Bremen. Die große Teilnehmerzahl zeigte, wie hoch das Interesse der beiden Berufsgruppen ist, zukünftig besser zusammenzuarbeiten, um Arzneimittelinteraktionen vorzubeugen. Die Schirmherrschaft dieses Projekts hat Gesundheitssenator Dr. Herrmann Schulte-Sasse übernommen, der über das Thema Arzneimittelinteraktion sogar zur Politik gekommen ist. Die Grünen-Abgeordnete Kirsten Kappert-Gonther, ebenfalls Ärztin, und Dr. Alfred Haug, 2. Vorsitzender des Hausärzteverbandes, verdeutlichten in ihren Grußworten die Wichtigkeit dieses Projekts.

Dass die Kommunikation zwischen Arzt und Apotheker klappt, zeigte sich an diesem Abend besonders. In „Murmelgruppen“ wurde sich berufsübergreifend intensiv über die Zusammenarbeit ausgetauscht. Was klappt gut, was nicht? Klar ist, dass sowohl Arzt als auch Apotheker zu viele Informationen erhalten, inklusive Warnungen durch das Softwaresystem. Viele dieser Warnungen sind jedoch nicht relevant, daher werden relevante Meldungen oftmals übersehen. Schwierig ist auch die Beurteilung der vorliegenden Interaktion. Ist diese wirklich schwerwiegend oder ist eine gleichzeitige Anwendung der Arzneistoffe vertretbar? Hier gehen die Meinungen zwischen Arzt und Apotheker oftmals auseinander. Dr. Guido Schmiemann, praktizierender Hausarzt und am Institut für Public Health und Pflegeforschung tätig, kennt die Probleme. Er hat bereits in Niedersachsen ein solches Projekt begleitet und die Daten publiziert. Hausärzte haben zusätzlich das Problem, dass Patienten Ärzte anderer Fachrichtungen aufsuchen, dort Medikamente verordnet bekommen, der Hausarzt darüber allerdings nicht informiert wird. Sofern der Patient seine Medikamente in einer Apotheke abholt, hat zumindest der Apotheker eine Übersicht über die gesamte Medikation. Klaus Scholz erläutert, dass es so einfach jedoch nicht ist: „Ein Patient hat im Durchschnitt drei bis vier Stammapotheken, aus denen er seine Arzneimittel bezieht, eine klare Übersicht hat somit weder der Hausarzt noch der Apotheker.“

Ein wesentliches Hindernis bei der Kommunikation zwischen Arzt und Apotheker ist die Erreichbarkeit. Selbstverständlich kann der Arzt während seiner Sprechzeiten nur schwer telefonieren. Daher ist ein Fax entwickelt worden, was dem Arzt jederzeit vorgelegt werden kann. Dieses Fax soll nun verstärkt von den Apotheken bei vorliegender Interaktion verwendet werden. Den Apotheken kommt hier eine wichtige Rolle zu, da diese die Verordnung als letzte Kontrollinstanz vor der Arzneimittelabgabe auf inhaltliche Korrektheit überprüfen.

Downloads
Pressemitteilung: DOC/PDF

Völlerei zum Fest: Genuss statt Verdruss

Kunde: Apothekerkammer Bremen

Apothekerkammer Bremen gibt Tipps gegen Verdauungsbeschwerden

Bremen, 15. Dezember 2014 – Gänsebraten, Forelle Blau, Lammlachse, Entenbrust, Würstchen, Rotkohl, Klöße, Kartoffelsalat, Eis oder Schokomousse – an den Feiertagen wird gern ausgiebig und gehaltvoll gegessen. Doch Fett und Zucker tragen nicht gerade zur Bekömmlichkeit bei, und so mancher plagt sich irgendwann mit Magenschmerzen, Übelkeit und schlechter Laune. So weit muss es an den Weihnachtstagen aber nicht kommen.

Weihnachtsgans, Bremer Klaben & Co. lassen Magen und Darm besonders bei empfindlichen Personen rebellieren. „Grundsätzlich spricht nichts gegen ein üppiges Weihnachtsessen. Der Körper sollte allerdings Gelegenheit haben, sich zu erholen“, erklärt Isabel Justus, Geschäftsführerin der Apothekerkammer Bremen. „Wer bewusst genießt und regelmäßig für einen körperlichen Ausgleich sorgt – beispielsweise mit Spaziergängen – wird weniger Probleme mit den vielen verlockenden Leckereien haben.“ Auch Gewürze helfen, den Festbraten bekömmlicher zu machen. Beispielsweise lindert Kümmel Blähungen und Knoblauch unterstützt die Fettverdauung. Frische Kräuter wie Oregano und Salbei sind nicht nur schmackhaft, sondern helfen dem Magen außerdem bei schwerer Kost.

Vorsicht bei Zimt

Auch Weihnachtsgebäck wird oft mit verdauungsfördernden Gewürzen gebacken. Viele der Aromastoffe, die typisch weihnachtlich riechen, enthalten ätherische Öle, Bitterstoffe und Gerbstoffe, die der Gesundheit dienen. So helfen Anis und Koriander bei Blähungen und Magenbeschwerden, das ausgeschabte Mark aus der Vanilleschote ist appetitanregend. Ähnlich wirken Ingwer und Muskat. Unmögliches ist jedoch nicht zu erwarten, da die Gewürze nur in geringen Mengen zugesetzt sind. „Bei Zimt ist Vorsicht geboten“, warnt Justus. „Grundsätzlich ist zwischen dem milden Ceylon-Zimt und den etwas herberen Cassia-Arten, die höhere Mengen an Cumarin enthalten und in hohen Dosen schädlich sein können, zu unterscheiden. Cassia-Zimt liefert deutlich mehr Aromastoffe und ist daher nur mit Vorsicht zu genießen, wenn man regelmäßig große Mengen an Zimt und zimthaltigen Backwaren verzehrt.“

Mittel gegen Völlegefühl

Sind Magen und Darm einmal verstimmt, können pflanzliche Bittermittel wie Enzianwurzel, Tausendgüldenkraut und Angelikawurzel helfen. Die als Tee oder Pflanzensaft eingenommenen Präparate regen den Appetit an und fördern die Ausschüttung der Verdauungssäfte. Pfefferminzöl und Melissenblätter normalisieren die Magenbewegungen. Der Magendruck verschwindet und mit ihm die Schmerzen. Auch Artischockenextrakt lindert das Völlegefühl: Durch die Anregung des Gallenflusses wird vor allem die Fettverdauung unterstützt. Mariendistel wirkt leberschützend, was gerade bei einem Glas zu viel Wein dafürspricht. „Wer unsicher ist, welche Präparate am besten helfen, kann sich gerne in der Apotheke beraten lassen“, so die Apothekerkammer-Geschäftsführerin. Für Akutfälle ist die Versorgung auch während der Feiertage sichergestellt. Eine Liste der dienstbereiten Apotheken befindet sich auf der Internetseite der Apothekerkammer Bremen.

Weitere Informationen unter: www.ak-bremen.de

Downloads
Pressemitteilung: DOC/PDF

Was bei Erkältung wirklich hilft

Kunde: Apothekerkammer Bremen

Apothekerkammer Bremen gibt Tipps gegen Schnupfen, Husten & Co.

Bremen, 24. November 2014 – Der Herbst ist da, der Winter naht – und mit ihm die Erkältungszeit. Schon jetzt laufen Nasen, es wird gehustet und gefröstelt. Dabei können sich Erwachsene bis zu vier Mal im Jahr erkälten, Kinder sogar bis zu zwölf Mal. Was also tun, um Schnupfen, Halskratzen und Gliederschmerzen schnell wieder loszuwerden? „Wer glaubt, Antibiotika helfen hier am besten, irrt sich“, erklärt Uta Ense, Vorstandsmitglied der Apothekerkammer Bremen. „Antibiotika können nur Bakterien abtöten, wirken allerdings nicht gegen Viren.“ Am besten seien Ruhe, viel trinken, Hausmittel oder Monopräparate, die man rezeptfrei in der Apotheke kaufen kann.

Egal, ob am Arbeitsplatz, im Freundeskreis oder in der Familie – überall hört und sieht man in letzter Zeit gesundheitlich angeschlagene Menschen. Erste Anzeichen wie Halskratzen oder eine Schniefnase sollten schnellstmöglich behandelt werden, um die Erkältung schnell in den Griff zu bekommen und nicht doch irgendwann mit einer richtigen Grippe im Bett zu liegen. „Wer unter einem grippalen Infekt leidet, sollte sich auf die Behandlung der Symptome konzentrieren und die Abwehrkräfte unterstützen“, rät Ense. „Die Viren, die eine Erkältung oder eine Grippe verursachen, kann der Betroffene nicht wirklich bekämpfen.“ Dennoch kommt es immer wieder vor, dass sich Patienten schnell Antibiotika verschreiben lassen. „Die meisten Erkrankten glauben, dass sie damit schneller wieder gesund werden – genauso sind viele der Meinung, dass eine Grippeimpfung vor einer Erkältung schützt“, so die Apothekerin. In beiden Fällen trifft die Annahme nicht zu: Antibiotika helfen nur gegen Bakterien und die Impfung schützt ausschließlich gegen Influenzaviren.

Monopräparate als erste Wahl

Schon lange wird über die Gefahren des übermäßigen Einsatzes von Antibiotika in Deutschland diskutiert. Eine übermäßige oder falsche Verwendung gegen harmlose Krankheiten führt langfristig dazu, dass Bakterien resistent werden und die Mittel dann unter Umständen nicht mehr gegen ernsthaftere Infektionen wirken. Wer sich nicht nur auf Hausmittel wie Kochsalzlösung, Zwiebelsirup, Hals- oder Wadenwickel, heißer Zitrone und Hühnersuppe verlassen möchte, kann in der Apotheke sogenannte Monopräparate kaufen. „Bei diesen Mitteln handelt es sich um Produkte mit nur einem einzigen pharmakologisch wirksamen Bestandteil“, erklärt Ense. Bei einer verstopften Nase helfen Sprays mit dem Wirkstoff Xylometalozin, Dexpanthenol oder auch Salzlösung. „Länger als eine Woche sollte man das Spray allerdings nicht benutzen, da die Nasenschleimhaut austrocknen und sich zurückbilden kann“, warnt die Expertin. Trockener Husten lässt sich für die Nacht gut mit Arzneimitteln behandeln, die Dextromethorphan enthalten. Aber auch pflanzliche Hustenlöser mit Salbei, Efeu oder Thymian verschaffen Linderung. Bei „produktivem“ Husten werden die Wirkstoffe Ambroxol und Acetylcystein empfohlen.

Immunsystem stärken

Um gar nicht erst eine Erkältung zu bekommen oder diese möglichst schnell wieder loszuwerden, ist ein gesundes Immunsystem das A und O. Ausreichend Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente liefern Lebensmittel, die jeder leicht zubereiten oder sogar roh essen kann. „Um den Körper optimal zu versorgen, bieten sich beispielsweise Brokkoli, Spinat, Grünkohl, Tomaten, Karotten, Rote Beete und Chicorée an“, erzählt Ense. Bei Obst seien Zitronen, Orangen, Grapefruit, Heidelbeeren, dunkle Weintrauben und Bananen gute Lieferanten. Und auch Gewürze können das Immunsystem stärken: Knoblauch, Ingwer, Cayennepfeffer, Oregano und Kümmel geben Speisen nicht nur mehr Pfiff, sondern tun auch dem Immunsystem gut. Zudem stärkt regelmäßige Bewegung an der frischen Luft – sei es zu Fuß oder auf dem Rad – die Abwehrkräfte und tut zusätzlich der Seele gut.

Weitere Informationen unter: www.ak-bremen.de

Downloads
Pressemitteilung: DOC/PDF

Wenn es auf dem Kopf juckt und krabbelt

Kunde: Apothekerkammer Bremen

Läuse bei Kindern – Tipps und Tricks der Apothekerkammer Bremen

Bremen, 8. Oktober 2014. Kita, Kindergarten und Schule haben gerade erst angefangen, und schon lesen Eltern das Hinweisschild „Wir haben Kopfläuse in der Einrichtung“. Der erste Gedanke: Hoffentlich bekommt mein Nachwuchs keine! Die Wahrscheinlichkeit ist allerdings umso höher, je später die Parasiten bei anderen Kindern entdeckt und behandelt werden. „Das hat aber nichts mit mangelnder Hygiene zu tun“, beruhigt der Präsident der Apothekerkammer, Dr. Richard Klämbt. „Kopfläuse sind schnell und krabbeln zügig von einem Kopf zum nächsten. Das passiert leicht, wenn Kinder nah beieinander spielen.“ Wer schnell und konsequent handelt, ist die Plagegeister aber schnell wieder los.

Fast jedes Kind ist einmal in seinem Leben von Kopfläusen betroffen – dabei helfen Hausmittelchen oder häufigeres Haarewaschen allerdings nicht, die Parasiten loszuwerden. Panik brauchen Eltern dennoch nicht zu haben, höchstens etwas mehr Geduld. Erste Anzeichen für einen Befall sind das häufige Kratzen am Kopf, an den Ohren oder im Nacken. Das Kind kann auch unruhiger schlafen oder Hautrötungen aufweisen. „Das Jucken kommt von den Stichen der Läuse“, erklärt Klämbt. „Ihr Speichel sorgt dafür, dass das Blut gerinnt und erzeugt den Juckreiz. Auch die Fäkalien der Plagegeister jucken.“ Um wirklich sicher zu gehen, ist es sinnvoll, die Haare des Kindes mit einem speziellen Läusekamm oder sogenannten Nissenkamm zu behandeln. Diesen erhält man in Apotheken. Tipp: Nach dem Haarewaschen eine Pflegespülung auftragen und nicht ausspülen, sondern Strähne für Strähne mit dem Läusekamm bearbeiten. Die Reste der Spülung auf einem hellen Tuch oder Küchenpapier abstreichen. Die milchig-weißen bis grau-bräunlichen Eihüllen – sogenannte Nissen – oder die Läuse an sich lassen sich so am besten erkennen.

Konsequente Behandlung wichtig

Wurden Kopfläuse entdeckt, gilt es, schnell und konsequent zu handeln, um die Plagegeister schnell zu bekämpfen. „Die Behandlung in Form von der Kombination Läusemittel-Läusekamm kann bis zu drei Wochen dauern. Das ist zwar mühsam, aber die einzig wirksame Methode“, erläutert der Kammerpräsident. In Deutschland gibt es drei zugelassene Arzneimittel, speziell gegen die Parasiten entwickelte Insektizide. Sie töten im ersten Schritt lebende Läuse, doch häufig nicht die Eier. Daher muss der Einsatz des Mittels nach acht bis zehn Tagen wiederholt werden. „Zu den drei Insektiziden zählen Pyrethrum, Permethrin und Allethrin. Als Alternative dazu gibt es auch Präparate auf Silikonölbasis sowie ein pflanzliches Produkt, ein Shampoo auf Kokosnussöl-Basis“, so Klämbt. „Wer unsicher ist, kann sich ausführlich in der Apotheke beraten lassen und sollte zusätzlich vorab zum Kinderarzt gehen – besonders, wenn das Kind noch sehr jung ist, bei wundgekratzten Stellen auf der Kopfhaut, bei einer Chrysanthemenallergie oder einer Überempfindlichkeit gegen chemische Substanzen“, rät der Kammerpräsident.

Zeitplan und weitere Vorgehensweisen

Wer ein chemisches Läusemittel verwendet, sollte dem Kind vorab die Haare mit einem ph-neutralen Shampoo waschen, denn Fett im Haar löst den Wirkstoff des Mittels auf. Nach dem Trockenrubbeln den Wirkstoff auftragen und nur mit lauwarmem Wasser wieder ausspülen. Um eine erfolgreiche Behandlung zu gewährleisten, können sich Betroffene folgenden Zeitplan zurechtlegen: 1. Tag: Entdeckung der Kopfläuse mit sofortiger Läusemittelbehandlung und anschließendem Auskämmen, 5. Tag: Nasses Auskämmen, 8., 9. oder 10. Tag: Zweite Behandlung mit Läusemittel mit anschließendem Auskämmen, 13. Tag: Kontrolle durch nasses Auskämmen, 17. Tag: Letzte Kontrolle. Zu Beginn der Behandlung sollten auch Handtücher und Bettwäsche ausgetauscht und bei mindestens 60 Grad Celsius gewaschen werden. Bürsten und Kämme kommen für zehn Minuten in heißes Seifenwasser. Kuscheltiere und Wollsachen werden am besten drei Tage lang luftdicht in einem Plastiksack verstaut und danach wie gewohnt gewaschen. Nicht waschbare Stofftiere oder Kleidungsstücke können auch im Gefrierfach oder in der Gefriertruhe bei -18° C über 48 Stunden gelagert werden.

Weitere Informationen unter: www.ak-bremen.de

Downloads
Pressemitteilung: DOC/PDF

Was tun bei Schwangerschaftsbeschwerden?

Kunde: Apothekerkammer Bremen

Apotheken beraten und bieten verträgliche Mittel

Bremen, 21. August 2014. Der Schwangerschaftstest ist positiv, die Stimmung auch – bis sich bei manchen Frauen die ersten Beschwerden bemerkbar machen. Egal, ob Übelkeit, Kopfschmerzen, Sodbrennen, Wassereinlagerungen, Rückenschmerzen, Verstopfungen oder Heißhungerattacken. Fast jede werdende Mutter hat während der neun Monate die eine oder andere körperliche Hürde zu nehmen. Neben dem Frauenarzt oder der Hebamme ist die Apotheke der richtige Ansprechpartner, wenn es um Mittel zur Linderung von Beschwerden geht.

Heutzutage schwanger zu sein, ist für viele Frauen so verwirrend wie nie. Im Internet und in Büchern findet man Tausende Tipps, Tricks, Ratschläge und Maßnahmen für fast jedes Problem während der neun Monate. „Grundsätzlich weiß jede Frau, dass Medikamente tabu sind – aber auch homöopathische Mittel sollten nicht ohne Rücksprache genommen werden“, rät Kammerpräsident Dr. Richard Klämbt.

Übelkeit, Verstopfung und Hämorrhoiden

Frauen, die mit schwerer Schwangerschaftsübelkeit kämpfen, haben oft geringe Vitamin-B-Werte, die beim Frauenarzt per Bluttest untersucht werden können. Forschungsergebnisse zeigen, dass dieses Vitamin gegen Übelkeit helfen kann. „Neben Vitaminpräparaten gibt es auch Zäpfen, die Ärzte Betroffenen verschreiben“, so Klämbt. Doch auch homöopathisch gebe es drei Möglichkeiten: Arsenicum album D6 lindert Übelkeit, Brechreiz und Schwächegefühlt. Sepia D6 hilft bei Übelkeit, Geruchsempfindlichkeit und zusätzlich bei Darmträgheit/Verstopfung, ebenso Nux Vomica D6. Mittel der Wahl bei starken Beschwerden im ersten Trimenon ist Dimenhydrinat. Die Einnahme sollte allerdings nur nach Rücksprache mit dem Arzt erfolgen.
Während der Schwangerschaft verlangsamt sich außerdem der Verdauungsprozess, sodass Verstopfungen und Blähungen auftreten können. Hier tut das Trinken von Schwangerschaftstee, Wasser und verdünnten Fruchtsäften, das Essen von Roter Beete oder getrockneten Pflaumen sowie regelmäßige Bewegung gut. Bleibt der Stuhlgang lange Zeit fest, sind oftmals Hämorrhoiden die Folge. Warme Sitzbäder mit Kamille wirken sich positiv aus. „Nach dem Bad empfiehlt es sich, eine Hamamelissalbe auf die Hämorrhoiden aufzutragen“, rät der Kammerpräsident. „Und auch die Einnahme des Globulis Collinsonia Canadensis
kann helfen.“

Sodbrennen

Sodbrennen betrifft viele Frauen in der Schwangerschaft besonders im zweiten und dritten Trimester. Die Gründe dafür sind der steigende Progesteronspiegel, der den Magenpförtner entspannt. So kann Magensäure aufsteigen. Zusätzlich ist die Verdauung langsamer und die immer größer werdende Gebärmutter drückt ebenfalls auf den Magen. „Wer unter Sodbrennen leidet, sollte eher viele kleine Mahlzeiten statt einer großen zu sich nehmen und fettige sowie scharfe Speisen vermeiden“, rät Klämbt. „Die Apotheker beraten gerne, welche Mittel Linderung verschaffen.“

Schlaflosigkeit

Wer unter Schlafproblemen leidet, kann auf Kräutertees zurückgreifen. „Mit Melisse, Hopfen und Baldrian machen wir bisher gute Erfahrungen. Zusätzlich kann auch die ,heiße 7‘ – das Schüssler-Salz Nr. 7 –
helfen“, erläutert der Kammerpräsident. Ein warmes Bad mit Lavendel oder die berühmte heiße Milch mit Honig sind ebenfalls beliebte Mittel, um für innere Ruhe am Abend zu sorgen.
Die nächtliche Unruhe kann allerdings auch am Restless-Legs-Syndrom liegen. Jede vierte werdende Mutter ist von dem Kribbeln, Zucken und Schmerzen der Beine betroffen. Dabei spüren die meisten aber nur milde Symptome. „Je geringer der Eisenspiegel der Frau, desto stärker werden die Symptome“, erklärt der Kammerpräsident. Kneippgüsse, Beinmassagen und Entspannungsübungen lassen die Betroffene ruhiger werden. Und auch Magnesium- und Eisenpräparate können zur Besserung beitragen. „Diese sollten allerdings nur nach Rücksprache mit dem Frauenarzt genommen werden“, so Klämbt.

Mutterband- und Venenbeschwerden

Um Mutterbandschmerzen entgegenzuwirken, können Schwangere ihren Bauch mit ätherischen Massageölen aus Rosenholz, Kamille oder Lavendel massieren. Sollten die Schmerzen besonders stark im Leistenbereich auftreten, kann eine Ölkompresse oder im äußersten Fall ein Paracetamol-Zäpfchen helfen. Paracetamol ist das Mittel der Wahl bei Schmerzen aller Art sowie Erkältung und Fieber. Ein warmes Bad, eine Wärmflasche oder ein warmer Waschlappen sorgen ebenfalls für Entspannung.
Viele Frauen haben während der Schwangerschaft Probleme mit den Venen, sie lagern Wasser ein oder bekommen Krampfadern. Diese sind nicht nur kosmetisch unschön, sondern stellen auch ein Risiko für die Gesundheit dar, da Venenentzündungen und Thrombosen begünstigt werden. „Um Venenbeschwerden vorzubeugen, können Betroffene beispielsweise Schwimmen oder Rad fahren – so lange, wie es möglich ist“, so Klämbt. Langes Stehen und übergeschlagene Beine begünstigen die Beschwerden. Schwangere sollten ihre Beine daher so oft es geht hochlegen, Stützstrümpfe tragen und unterstützend pflanzliche Venensalben verwenden.

Schwangere mit Pollenallergie

Auch wenn die Hauptsaison der Pollen schon vorbei ist: Heuschnupfen tritt bei bis zu 20 Prozent aller Schwangeren auf. Noch bis Oktober sind Pollen unterwegs, sodass Allergiker unter Umständen belastet sind. „Oft verschlechtert sich eine Pollenallergie zusätzlich durch die nasale Beeinträchtigung, die im Zusammenhang mit dem erhöhten Östrogenspiegel in der Schwangerschaft auftreten kann“, so Klämbt. In schweren Fällen könnten allergische Erkrankungen in der Schwangerschaft mit lokal wirksamen oder oralen Antihistaminika und Cromoglicinsäure gut behandelt werden. Auch hier rät der Präsident der Apothekerkammer zur ausführlichen Absprache mit dem Arzt und dem Apotheker vor Ort.
Weitere Informationen unter: www.ak-bremen.de

Downloads
PM Schwangerschaftsbeschwerden: DOC/PDF

Apotheken in Bremen stellten 2013 mehr als 170.000 Rezepturarzneimittel her

Kunde: Apothekerkammer Bremen

Bremen, 22. Juli 2014. Im Jahr 2013 haben die öffentlichen Apotheken in Bremen mehr als 170.000 Rezepturen für Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hergestellt. Das ermittelte das Deutsche Arzneiprüfungsinstitut e.V. (DAPI) durch die Auswertung von Verordnungen. „Insgesamt dürfte die Zahl sogar noch deutlich höher liegen, weil Rezepturen für Privatversicherte oder auf direkte Nachfrage gar nicht erfasst werden. Das zeigt: Rezepturarzneimittel sind und bleiben eine notwendige Ergänzung zu industriell hergestellten Arzneimitteln“, sagt Dr. Richard Klämbt, Präsident der Apothekerkammer Bremen. „Rezepturarzneimittel sind in vielen Fällen unersetzlich, zum Beispiel, wenn ein Kind ein Medikament in einer Dosis braucht, für die es kein industrielles Arzneimittel gibt.“

Der Großteil der 173.461 maßgefertigten Medikamente für gesetzlich Versicherte entfiel 2013 auf sogenannte „allgemeine Rezepturen“ (106.161 Mio.) wie Kapseln oder Salben. Diese kann jede Apotheke herstellen. Davon abgegrenzt werden sogenannte Spezialrezepturen, beispielsweise für die Heroinersatz- oder Krebstherapie sowie die parenterale Ernährung. Auch bei den Spezialrezepturen ist davon auszugehen, dass die Zahl der tatsächlich hergestellten Mittel über den erfassten Werten liegt.

Die Anforderungen an die Herstellung von Rezepturarzneimitteln sind in den letzten Jahren gestiegen. So ist seit 2012 unter anderem vorgeschrieben, dass der Apotheker bei jeder einzelnen Rezeptur die Plausibilität der Verordnung überprüfen und dokumentieren muss.
Weitere Informationen unter: www.ak-bremen.de

Downloads
PM Zecken: DOC/PDF

Zeckenbiss richtig behandeln

Kunde: Apothekerkammer Bremen

Vorbeugen und schützen – Apotheken beraten rund ums Thema

Bremen, Juni 2014. Der Sommer ist endlich da, und die warmen Temperaturen locken ins Freie. Ab in die Natur! Doch Vorsicht ist geboten, denn hier tummelt sich ein kleines Tierchen, das nicht sofort auf der Haut zu entdecken ist: die Zecke. Ein Biss ist beim richtigen Umgang längst nicht so gefährlich, wie vielfach angenommen. Kommt es zu Beschwerden, sind diese meist vorrübergehend und mild. „Leichtfertig sollte man mit einem Zeckenbiss trotzdem nicht umgehen“, mahnt der Präsident der Apothekerkammer Bremen, Richard Klämbt.

Zecken können zwei Arten von Krankheiten übertragen: die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Borreliose. Dabei tritt die FSME hauptsächlich im süddeutschen Raum auf. Aufgrund von Klimaveränderungen und dem milden Winter wurden aber auch in den Landkreisen Rotenburg und Cuxhaven schon Einzelerkrankungen gemeldet. „Borreliose wird hingegen von allen Zeckenarten übertragen, sofern der Erreger 24 Stunden Zeit hat, vom Tier auf den Menschen zu gelangen“, erläutert Klämbt.

Auf Symptome achten

Menschen, die an FSME erkrankt sind, erleben normalerweise zwei Stadien. Die FSME beginnt mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, ähnlich einer Sommergrippe. Unter Umständen ist die Erkrankung damit überstanden. Im zweiten Stadium kann das Virus das zentrale Nervensystem befallen. Die schwächste Form ist in diesem Fall eine Hirnhautentzündung. Diese ist an hohem Fieber, starken Kopfschmerzen und häufig steifem Nacken zu erkennen. Die schwerste Form ist die Gehirnentzündung. Hier ist das gesamte Gehirn betroffen, wobei manche Patienten mit Langzeitschäden leben müssen: Sie sehen oder hören schlechter, haben Konzentrations- oder Erinnerungsprobleme. Auch Einschränkungen beim Sprechen oder Gehen können zurückbleiben. Wird eine schwere Enzephalitis nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, kann sie tödlich verlaufen. Weitere Indizien einer FSME sind Bewusstseins-, Sprach- und Schluckstörungen, psychische Veränderungen oder Lähmungen am Körper. Auch das Rückenmark beziehungsweise die entsprechenden Nervenwurzeln können geschädigt werden.

Eine Borreliose zu diagnostizieren, ist schwieriger, da viele der Symptome auch bei anderen Krankheiten zu finden sind. „Man spricht bei der Borreliose daher von einer multisystemischen Erkrankung“, erläutert der Präsident. Eines der wenigen charakteristischen Symptome ist die Wanderröte. Diese ringförmige Hautrötung kann einige Tage bis Wochen nach einem Zeckenbiss rund um die Bissstelle auftreten. Im frühen Stadium einer Borreliose werden auch Abgeschlagenheit, Fieber- und Kopfschmerzen beobachtet. Im weiteren Verlauf der Krankheit können verschiedene Zeichen von Hirnhautentzündung über starke Schmerzen bis hin zu Herzproblemen auftreten. Relativ häufig tritt ebenfalls eine Gesichtslähmung auf.

Schutz und Vorbeugung

Wer beabsichtigt, seinen Urlaub in FSME-Risikogebieten zu verbringen, sollte sich vorher impfen lassen, wobei dies bei Kindern ab dem vollendeten ersten Lebensjahr möglich ist. Für den vollständig-aktiven Schutz sind drei Impfungen nötig, die dann nach drei bis fünf Jahren wieder aufgefrischt werden sollten. Eine Impfung gegen Borreliose gibt es hingegen nicht, bei Verdacht kann allerdings ein Antibiotikum eingenommen werden. Zecken werden von Sträuchern oder Gräsern abgestreift und gelangen so an den Menschen. Sogar im Dünengras an der Nordsee können sie vorkommen. „Wer sich schützen will, trägt in hohen Wiesen, Wäldern oder Böschungen feste Schuhe, lange Hosen und Shirts“, rät Klämbt. Ein Zeckenbiss lässt sich aber nicht hundertprozentig vermeiden. Die Tiere können sich bis zum Biss mehrere Stunden am Körper aufhalten. Sie saugen sich mit Vorliebe an warmen und dünnhäutigen Körperstellen wie am Bauchnabel, in den Achselhöhlen oder im Nacken fest. Wer in der Natur unterwegs war, sollte den Körper abends genau nach Zecken absuchen. Mit der so genannten Zeckenkarte lässt sich das Tier unkompliziert und sicher entfernen. Sie ist in der Apotheke erhältlich und gehört in jede Hausapotheke. Auf vermeintliche Tricks wie Öl auf die Zecke gießen oder Drehen sollte man hingegen verzichten. Auch dürfen sie auf keinen Fall gedrückt werden, da sie dann ihren Mageninhalt samt Erregern ins Blut abgeben. Bei der Entfernung ist es von Vorteil, die Zecke zuerst leicht anzuheben, damit ein leichter Druck auf die Saugwerkzeuge entsteht. Sie geben diesem Druck häufig nach. Nach ein paar Sekunden Halten kann sie schließlich herausgezogen werden.

Downloads
PM Zecken: DOC/PDF

Tag der Apotheke: Sicher is(st) sicher

Kunde: Apothekerkammer Bremen

Am 5. Juni informieren Apotheken über Wechselwirkungen von Medikamenten und Lebensmitteln

Bremen, Mai 2014. Wer regelmäßig Medikamente einnehmen muss, sollte sich vorab ausführlich über eventuelle Wechselwirkungen informieren. Denn schon ein Glas Milch, Grapefruits und Brokkoli können die Effekte von Arzneimitteln beeinträchtigen. Unter dem Motto „Sicher is(s)t sicher“ informieren alle Apotheken am 5. Juni landesweit zum Thema – denn laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Bundesverband Deutscher Apothekerverbände (ABDA) müsste jeder achte Bundesbürger auf Wechselwirkungen zwischen seinen regelmäßigen Arzneimitteln und Lebensmitteln achten.

Was haben Milch, Lakritz, Brokkoli und Salami gemeinsam? Fast jeder genießt zumindest ab und zu eines dieser Lebensmittel – und weiß nicht, dass sie die Wirkung von Medikamenten verstärken oder abschwächen können. „Auf mehr als 315 Arzneistoffe trifft dies zu“, erklärt Klaus Scholz, Vizepräsident der Apothekerkammer Bremen. Dabei sei in einigen Fällen nicht nur der Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme entscheidend, sondern auch, aus welchen Bestandteilen das Essen zusammengesetzt ist.

Keine Einnahme mit Milch

Milchprodukte enthalten Kalzium, das mit Antibiotika schwerlösliche Verbindungen im Magen-Darm-Trakt bildet. Die Folge: Der Körper nimmt den Arzneistoff schlechter auf und die Medikamente wirken nicht oder schwächer. Auch Mittel zur Behandlung von Knochenschwund wirken weniger. Hier reagieren vor allem die Wirkstoffe Alendronsäure oder Risedronsäure mit dem Kalzium in Milch, Joghurt, Quark und Käse. Deswegen sollten zwischen der Einnahme der Medikamente und dem Verzehr von Milchprodukten zwei Stunden Pause liegen.

Weitere Wechselwirkungen

Grapefruits, Pampelmusen oder Pomelos verändern den Abbau von Medikamenten und den Transport von Arzneistoffen im Körper. Die Bestandteile verbleiben länger im Körper und die Wirkung verstärkt sich. Für diesen Effekt sorgt der hemmende Einfluss der Grapefruit auf ein körpereigenes Enzym in der Leber, sodass Wirkstoffe höhere Blutkonzentrationen erreichen. Diese Interaktion ist beispielsweise relevant bei Arzneimitteln, die den Cholesterin-Spiegel senken, sogenannte Cholesterol-Synthese-Hemmer wie Atorvastatin, Lovastatin und Simvastatin.

Andere Medikamente wirken durch Grapefruit wiederum schwächer. „Wer Mittel gegen erhöhte Blutfette und Blutdrucksenker zu sich nimmt, sollte auf den Verzehr von Grapefruits verzichten“, rät Klaus Scholz. Auch Lakritz ist in Kombination mit Blutdrucksenkern nicht zu empfehlen. Lakritz mit hohem Gehalt an Süßholzwurzelextrakt kann zu einem relevanten Abfall der Kaliumspiegel und einer Steigerung des Blutdrucks führen.

Einnahme mit Wasser

Wer auf Nummer sicher gehen will, nimmt Arzneimittel mit einem halben Glas Flüssigkeit zu sich – am besten mit reinem Wasser. Das schont die Magenschleimhaut, da die Wirkstoffe den Weg durch den Magen schneller passieren. Scholz nennt einen weiteren Vorteil: „Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure (ASS) wirken mit Wasser eingenommen schneller.“

Empfehlungen zur Einnahme beachten

Zu Hinweise, wie und wann ein Medikament am besten einzunehmen ist und bei welchen Arzneimitteln Wechselwirkungen entstehen können, erfahren Interessierte jederzeit bei ihrem Apotheker vor Ort. Am 5. Juni, dem Tag der Apotheke, beantworten die Mitarbeiter ganz speziell Fragen rund um das Thema und unterstützen so die Kampagne „Sicher is(s)t sicher“.

Downloads
PM Tag der Apotheke: DOC/PDF

Impfen – Erwachsene sollten ans Auffrischen denken

Kunde: Apothekerkammer Bremen

Eigener Status oft nicht bekannt

 

Bremen, April 2014. Das Thema Impfen ist so aktuell wie selten zuvor. Was ist sinnvoll, was nicht? Dass Erwachsene ein paar ihrer Impfungen auffrischen lassen sollten, wird spätestens dann akut, wenn es in den Urlaub in die Ferne geht. Dabei sollte man die Angelegenheit schon früher in Angriff nehmen, rät die Apothekerkammer Bremen. Das belegen auch die aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts zum Thema „Kinderkrankheiten“.

Der Sommerurlaub ist nicht mehr fern. Geht es in diesem Jahr vielleicht nach Brasilien, Schweden, Griechenland, Spanien oder in die Türkei? Eines ist sicher: Der Check des eigenen Impfstatus ist ebenso wichtig wie eine passende Reiseapotheke. „Leider wissen viele Erwachsene gar nicht genau, gegen was sie alles geimpft sind oder wie oft“, bedauert Dr. Richard Klämbt, Präsident der Apothekerkammer Bremen. Häufig sei der Impfpass verloren gegangen oder er wurde beim Arztbesuch vergessen, sodass der aktuelle Aufkleber mit Datumsvermerk fehlt. Betroffene brauchen sich allerdings keine Sorgen zu machen. „Der Hausarzt kann den persönlichen Impfstatus mit einer Blutuntersuchung feststellen. Bei dieser Kontrolle wird das Blut auf ausreichend Antikörper gegen die jeweiligen Krankheitserreger untersucht“, erläutert Klämbt. Urlauber sollten sich aber nicht nur um die Auffrischungen von Tetanus, Polio und eventuell Hepatitis kümmern – je nachdem, wo es hingeht, sind besondere Impfungen wie gegen Typhus, FSME oder Gelbfieber wichtig. Hier hilft ebenfalls die Beratung beim Hausarzt oder beispielsweise bei der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin.

„Kinderkrankheiten“ wieder auf dem Vormarsch

In Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren eine „Impfmüdigkeit“ eingeschlichen. Dabei fallen bewusst Entscheidungen gegen Impfungen, weil gesundheitliche Schäden befürchtet werden. Viele Erwachsene schätzen das Risiko, an Masern, Mumps und Röteln zu erkranken, als gering ein. Aktuelle Zahlen belegen etwas anderes: 2013 erkrankten laut Robert Koch-Institut insgesamt 1775 Menschen in Deutschland an Masern – die stärkste Krankheitswelle seit sieben Jahren. Im Vergleich dazu waren 2012 nur 165 Menschen von der „Kinderkrankheit“ betroffen. Gerade bei Erwachsenen können Masern schwere Komplikationen auslösen: fast 50 Prozent der 20- bis 24-jährigen Erkrankten mussten sich im vergangenen Jahr im Krankenhaus behandeln lassen, bei den 25- bis 39-Jährigen sogar noch mehr. „Die Folgen einer Masern-Erkrankung ist nicht zu unterschätzen“, rät der Kammerpräsident. „Es können Lungen- oder Mittelohrentzündungen folgen, im schlimmsten Fall sogar Hirnhautentzündungen.“ Zwei Altersgruppen seien besonders gefährdet: Erwachsene über 20 und Kinder bis fünf Jahre.

Aufklären und auffrischen

Wer sich nicht impfen lässt, sorgt für gefährliche Lücken. Hier ist eine gute Aufklärung seitens der Ärzte, aber auch der Apotheker wichtig. Besonders, wenn Kunden in der Apotheke beispielsweise nach der richtigen Ausstattung von Reisearzneien fragen. Jeder Erwachsene sollte in seinem Leben mindestens dreimal gegen Diphtherie, Tetanus und Polio geimpft worden sein. Der Schutz gegen Diphtherie und Tetanus muss alle zehn Jahre aufgefrischt werden, gegen Polio ist mindestens eine Dosis ratsam. Zusätzlich ist es möglich, mit dem nächsten fälligen Pieks gegen Diphtherie und Tetanus auch eine Keuchhustenimpfung als Kombinationsimpfstoff zu bekommen. Folgende routinemäßige Impfungen für Erwachsene werden in Deutschland empfohlen: Diphtherie, Tetanus, Poliomyelitis, Keuchhusten, Masern, Mumps und Röteln (für alle nach 1970 Geborenen). Für alle Erwachsenen ab 60 Jahre empfiehlt sich außerdem ein Schutz gegen Grippe und Pneumokokkeninfektion.

Downloads
PM Impfstatus: DOC/PDF